Praxisprojekt im Fachbereich Medien der BiTS Hochschule

„LebensWert“ kommunizieren!

 

Wie gewinne ich Unterstützer für das soziale Engagement eines Vereins? Auf welchem Weg binde ich die Medien ein? Und wie gelingt die Online-Kommunikation? Diese Fragen bildeten die Basis für ein spannendes Projekt im Fachbereich Medien an der  BiTS Iserlohn in Zusammenarbeit mit „LebensWert Iserlohn e.V.“.

 

 

„Auftraggeber“ der Studierenden war „LebensWert Iserlohn e.V.“:

Dieser Verein unterstützt die Arbeit des Jugendzentrums Checkpoint, des Sozialzentrums Lichtblick und des FlüchtlingsNetzWerkes. Alle drei Einrichtungen verbinden seit vielen Jahren Menschen unterschiedlicher Herkunft, Konfession und Religion innerhalb der Stadt Iserlohn. Der Verein möchte weitere Akteure auf lokaler und regionaler Ebene als Unterstützer für seine Arbeit gewinnen.

 

Aufschlag für die BiTS-Studierenden: Fünf Teams aus den Studiengängen „Journalismus & Business Communication“ und „Communication & Media Management“ waren gefragt, ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit einem Projektgeber aus der Praxis zu machen. Vom Briefing bis zur Pitch-Präsentation arbeiteten die Gruppen mit Hochdruck an Online-Kommunikationskonzepten, Kreativideen für die Standort-PR und die Medienarbeit – gebrieft u.a. vom Kuratoriums-Vorsitzenden Sönke Kühl und begleitet von Professorin Dr. Silke Hahn.

Die Pitches brachten tolle Ergebnisse und einen guten ersten Einblick in die Agenturarbeit für die Studierenden. „Ich war beeindruckt von den Einsatz und der Professionalität der Studenten“, so Sönke Kühl, Vorsitzender des Kuratoriums von „LebensWert Iserlohn e.V.“.  Jugendreferent Timon Tesche, Leitung Checkpoint Iserlohn, ergänzt: „Wir erhielten von den Studenten wertvolle und absolut praxistaugliche Impulse aus professioneller Perspektive.“  Aus Sicht von Daniel Schöning, Vorsitzender LebensWert Iserlohn e.V., war es "letztlich die zeitintensive Recherche der Studierenden, die zu tollen individuellen Lösungsansätzen für unserer vielschichtiges Projekt geführt haben." Jury-Mitglied Andreas Kohring, Leiter Medienvermarktung des Iserlohner Kreisanzeigers, gefielen "die unterschiedlichen Herangehens- und Betrachtungsweisen und die daraus resultierenden  Lösungsansätze, professionelle Kommunikation für ein karikatives Projekt zu entwickeln. Anhand der vorgestellten Präsentationen war das eingebrachte Herzblut der Studentinnen und Studenten spürbar."


Folgende Berichte wurden im Iserlohner Kreisanzeiger veröffentlicht. Wir bedanken uns für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

Netzwerk „Lebenswert“ künftig noch mobiler

15.12.2015 | 07:00 Uhr
Netzwerk „Lebenswert“ künftig noch mobiler
Ein neues Fahrzeug für das Flüchtlingsnetzwerk (v.l.): Daniel Schöning, Dagmar Freitag, Dr. Peter Paul Ahrens, Pfarrer Andres Michael Kuhn, Simon Teske und Thomas Nagel.

Iserlohn.   Mehrere Spender haben einen neuen Transporter für das Netzwerk „Lebenswert“ finanziert.

Mit seiner roten Lackierung und seiner gelb-schwarzen Motorhaube ist der neue Opel „Movano“ ein echter Blickfang. Der Transporter im Wert von rund 30 000 Euro ist zwar schon seit vier Wochen im Dienst des Fördervereins „Lebenswert“, offiziell vorgestellt wurde er jedoch erst am Montag auf dem Platz hinter dem „Checkpoint“, der Begegnungsstätte im Lutherhaus an der Obersten Stadtkirche.

Derzeitiger Nutzer ist das Flüchtlingsnetzwerk

Daniel Schöning ist der Vorsitzende des Fördervereins, der sich aus den Einrichtungen „Checkpoint“, Flüchtlingsnetzwerk und „Lichtblick“ zusammensetzt.

Das Fahrzeug wird derzeit überwiegend für den Transport von gespendeten Möbeln an das Flüchtlingsnetzwerk oder den Umzug von Flüchtlingen eingesetzt. „Obwohl das Fahrzeug bereits seit vier Wochen im Einsatz ist und oftmals für kleinere Fahrten innerhalb Iserlohns genutzt wird, sind schon mehr als 1800 Kilometer auf dem Tacho“, sagt Daniel Schöning. Den Einsatz des Fahrzeugs koordiniert Monika Derlin, die Leiterin des „Lichtblick“-Umzugsteams.

Finanziert wurde das Fahrzeug durch Spenden. Unter den Sponsoren sind die Sparkasse Iserlohn, Medice, die BVB-Stiftung, die Stadtwerke, die Agentur Joithe, das Unternehmen Emil A. Peters GmbH sowie viele weitere Gönner, die aber nicht öffentlich genannt werden wollten. Daniel Schöning: „Als die Finanzierung des Fahrzeugs etwas stockte, haben sich dankenswerter Weise Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag eingesetzt, damit die Zuwendungen durch Sponsoren weiter sprudelten.“ Schöning lobt die enge Koordination mit der Stadt Iserlohn, damit die Umzüge der Flüchtlingsfamilien möglichst reibungslos ablaufen.

Hartmut Becker


Gemeinsames Benefizkonzert

Es habe einfach in der Luft gelegen, ein großes Benefiz-Konzert zugunsten der Flüchtlingshilfe in Iserlohn zu geben, sagt Musikschulleiter Paul Breidenstein. An verschiedenen Stellen sei nahezu zeitgleich ein solcher Gedanke geboren worden. Nun hat sich mit sämtlichen Iserlohner Service-Clubs als Veranstalter und mit Unterstützung des Freundeskreises der Musikschule und des Iserlohner Kulturbüros eine überaus breite Allianz gebildet, die zu dem Konzert „Herz für Flüchtlinge“ mit der Big Band der Musikschule am Donnerstag, 5. November, um 19.30 Uhr einlädt.

Als erstes hatte Bernd Falkenberg, Präsident des Rotary Clubs Iserlohn, die Idee, ein groß angelegtes Konzert auf die Beine zu stellen. Bei ihm läuft nun auch die Organisation des Großereignisses zusammen. „Unser Ziel ist es in erster Linie, eine direkte und nachhaltige Hilfe für die Flüchtlingskinder in Iserlohn in Form von Sprachkursen herzustellen“, sagt er. „Integration beginnt mit gegenseitigem Verstehen. Und das bedarf einer gemeinsamen Sprache.“

Der Erlös soll eins zu eins bei den Flüchtlingen ankommen

Es gibt verschiedene Überlegungen, welche Stellen dazu mit dem Erlös aus dem Konzert unterstützt werden sollen. Im Gespräch sind unter anderem die Internationalen Klassen an verschiedenen weiterführenden Schulen in Iserlohn, die Flüchtlingskinder aufnehmen, oder die Kinderlobby, die unter Leitung von Karl-Heinz-Gagelmann ehrenamtlich Sprachkurse anbietet. Für die sinnvollste Verteilung sei man auch in engem Kontakt mit dem Flüchtlingsnetzwerk und dem Ordnungsamt. Wichtig sei aber, dass kein Geld bei Organisationen oder Behörden versande, sondern dass der Erlös eins zu eins bei den Flüchtlingen ankomme.

Mit der Unterstützung des Zonta Clubs Iserlohn Area, des Lions Clubs Hemendis, des Inner Wheel Clubs Iserlohn, der Lions Clubs Iserlohn und Iserlohn-Letmathe sowie der Rotary Clubs Iserlohn, Iserlohn-Waldstadt und Hohenlimburg-Letmathe ist die Finanzierung des Konzertes gesichert, so dass 15 Euro aus dem Eintrittspreis von 20 Euro (abzüglich vier Euro Verzehr und einem Euro Garderobengebühr) direkt an die Flüchtlinge gehen können. Erklärtes Ziel sei es aber, bei einer so breiten Unterstützer-Front das Theater auch bis auf den letzten Platz und damit auch die Kasse für die Flüchtlinge zu füllen.

Zusätzlich zu der finanziellen Spendenbereitschaft möchten die Service-Clubs aber auch die persönliche Begegnung mit den Flüchtlingen fördern. Dazu möchten sie für das Konzert eine Abend-Patenschaft ins Leben rufen, über die jeder Konzertbesucher, wenn er möchte, die Möglichkeit bekommt, einen Flüchtling mit zu nehmen – also an der Almelo-Halle abzuholen, das Konzert gemeinsam zu erleben und wieder zurück zu bringen. Eine solche zweite Karte soll fünf Euro kosten. In erster Linie werben die Organisatoren innerhalb ihrer Clubs für diese Patenschaften, sie sollen grundsätzlich aber jedem Besucher möglich sein. Wer Interesse hat, kann sich bei Bernd Falkenberg, 02371/953545, melden.

Vorfreude löst das geplante Benefizkonzert schon jetzt bei der Big Band der Musikschule aus, der nun ein großer Auftritt im Großen Haus bevorsteht. Es soll ein Querschnitt durch das Repertoire der letzten Jahre werden, wie Band-Leader Roland Kirch sagt – kein Auftritt, der unter einem bestimmten Thema steht.

Ralf Tiemann